Rennen am 06. Oktober 2007 in Venray Bericht von Martina Twelker Der Tag begann um halb 6 in der Früh. Gegen acht Uhr trafen wir zusammen mit dem FAME-Team an der Speedwaystrecke in Venray ein. Dann begann der "ganz normale Wahnsinn": Abladen, Fahrzeuge aufstellen, Lizenz holen, Umziehen, Kaffee trinken, aufs Training warten. Das Training verlief reibungslos und ich fuhr also erstmalig mit einem funktionierenden Wagen. Der erste Rennlauf war für mich mal wieder der schlimmste. Ich war endlos aufgeregt, aber Familie und Freunde und auch Fahrer und Supporter unterstützten mich nach Kräften. Das warten am Vorstart ist endlos lange, egal ob man da 5 Sekunden oder 5 Minuten steht. Deshalb habe ich diesen Bereich mal "Vorhof zur Hölle getauft". Der erste Rennlauf verlief für mich absolut reibungslos, auch wenn ich nicht wirklich mit meiner Linie die ich fuhr zufrieden war. Aber ich bekam Tips für den zweiten Lauf und setzte diese auch sofort um. Wie ich hinterher hörte, sah das wohl auch ganz gut aus. Überrundet wurde ich drei Mal. An Tempo mangelt es mir leider noch aufgrund fehlender Kraft. Auch wenn es von vielen gerne belächelt wird: im Oval fahren ist permanentes fahren am Limit. Bei mir leider derzeit ein fahren am Limit meiner körperlichen Ressourcen, und leider nicht der meines Renners. Aber das wird schon noch. Meine Stunde kommt noch...versprochen! Leider gab es eine Runde vor Rennlaufende eine Kollision (Bild ist in der Galerie) zwischen Michael Kewitsch #3 und Roland Janssen #19, die direkt vor mir passierte, aber ich kam an beiden vorbei, und steuerte auf Franz Hoeboer #58 zu, der ebenfalls mitten auf der Strecke "parkte", weil er wohl Eugen "Fuzzy" Scharwat #7 touchiert hatte. Freunde und Familie auf der Tribüne haben in diesem Moment wohl Blut und Wasser geschwitzt, ob das alles so paßt, aber aus meiner Sicht war das lediglich ein wenig Slalom fahren und dann war ich durch. Im dritten Lauf habe ich mich weitestgehend zurückgehalten, da mir erstens die Kraft ausging und zweitens die Kämpfe etwas härter wurden zwischen den anderen. Alles in allem war ich aber mit meinen Rennleistungen zufrieden!
Mein erster Renntag in Venray am 22. Juli 2007 Bericht von Martina Twelker Es war also soweit. Gegen halb 10 traf ich ziemlich nervös auf der Rennstrecke ein. Besorgte mir meine Lizenz, zog mich in Ruhe um und bastelte mit Patrick und Fuzzy den Gurt im Wagen zurecht. Um kurz nach elf fuhren wir zum freien Training. Aus dem ich wenig begeistert wieder zurück kam, weil der Wagen irgendwie nicht so lief wie ich mir das gewünscht hätte. Die Ursache war schnell gefunden: ein defekter Simmerring der Kupplung. Das hieß im Klartext dass ich mit einer rutschenden Kupplung fahren musste und eben leider nicht so Gas geben konnte wie die anderen. Grundsätzlich fand ich das aber nicht schlimm, denn so konnte ich mich in Ruhe mit dem Handling des Wagens vertraut machen. Testfahrt hin oder her, einen Rennwagen kennen zu lernen dauert seine Zeit! Bis zum Start des ersten Laufs dauerte es dann auch nicht mehr lange. Und im Kreise von Familie und Freunden die mich zur seelischen Unterstützung begleiteten äußerte ich den Gedanken meinem Mageninhalt lieber die Freiheit zu schenken, weil mir vor Aufregung furchtbar schlecht war! Getan habe ich es aber dann doch nicht. Fertig machen um zum Vorstart zu fahren. In Ruhe alles anziehen, den Gurt anlegen und verschnürt wie ein Päckchen den Motor starten und losrollen. Ich hoffe, dass ich nie wieder beim losfahren das halbe Vorzelt abreiße! Das warten am Vorstart war die Hölle! Da stand ich nun und lebte das wovon ich seit Jahren geträumt hatte. Ein Traum, von dem ich dachte, dass er sich nie erfüllen würde, wurde jetzt Realität. Und diese Realität bekam sehr schlecht Luft und hatte einen Pulsschlag jenseits aller Messbarkeit. Ich fürchte die Menge an Adrenalin, die ich im Körper hatte, fällt leider unter das Betäubungsmittelgesetz. Als hätte es jemand gewusst, war an der ganzen Strecke auch noch sehr passend „It’s my life“ von „Bon Jovi“ zu hören. Dann durften wir raus ins Oval. Ein für mich sehr emotionaler Moment. Zwischen den Beton- und Stahlwänden raus ins Oval zu fahren. Das Oval beim Rennen von der anderen Seite zu sehen. Die Strecke unter den Reifen, die fast vollen Tribünen, die Sonne vom strahlend blauen Himmel..Wahnsinn! Meine Gänsehaut passte kaum noch unter den Overall. So gute Tipps ich vorher von Franz Hoeboer No. 58 bekam, wie ich von der Aufwärmrunde in den Start gehen könnte, als letzter Starter im Feld ist das nicht ganz machbar. Ich hätte gerne getestet, ob ich wirklich den ersten Gang eingelegt hatte, aber dazu blieb keine Zeit. Denn kaum brachte ich meinen Boliden zum stehen, wurde auch schon der Start freigegeben. Und ich hatte natürlich NICHT den ersten Gang drin. Aber das ging dann so schnell, dass es wohl kaum aufgefallen ist, dass ich etwas verzögert losfuhr. Da ich ja leider nur mit gebremstem Schaum fahren konnte, wurde ich im ersten Lauf auch vier Mal überrundet. Aber darum ging es ja auch gar nicht! Es ging erstmal nur ums fahren. Und das machte trotz der Widrigkeiten irre Spaß. Irgendwann in der Mitte dieses Laufs wurde mir für 2-3 Sekunden schlagartig bewusst, was ich da mache. Ich träumte nicht, ich lebte meinen Traum. Was mich so sehr freute, dass ich hätte heulen können. Was ich mir verkniff, weil ich dann ja nichts mehr gesehen hätte. Zum zweiten Lauf bin ich wesentlich ruhiger gefahren. Ich fand meinen Start auch gar nicht schlecht für den Anfang. Ich weiß nicht in der wievielten Runde es war, aber ich hatte in den Spiegeln gesehen, dass das Feld zum Überrunden ansetzte, als ich schräg rechts hinter mir Reifen quietschen hörte und einen dumpfen Schlag, worauf ich mal nach rechts sah, neben mir Franko Schubrich No. 54 erkannte und sich rechts neben ihm Andre Vogelzangs No. 10 mit einer Drehung gerade in die Wand verabschiedete. Unschöne Aktion, die ich nicht beurteilen möchte, da ich nicht sehen konnte wie es passierte. Vor dem dritten Lauf sah es sehr nach Regen aus. Es regnete aber nicht. Und so konnte ich auch diesen Lauf beenden. Womit ich immerhin für diesen Renntag 37 Punkte mit nach Hause nahm und auch nicht Letzter wurde! Sehr gut gefallen hat mir die Betreuung und der Umgang der anderen Fahrer. Ich habe mich zu jeder Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt. Immer wieder kam jemand fragen ob es mir denn Spaß mache und ob alles in Ordung sei. An dieser Stelle noch mal ein ganz großes Danke an alle die mich unterstützt und an mich geglaubt haben! Besonderen Dank an André und Fuzzy, die jetzt um einen Rennwagen ärmer sind, da ich den Wagen nach dem Renntag gekauft habe. Vielen Dank an euch alle!!!
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Erster Slalom am 03. Oktober 2007 in Wüschheim/Hessen Bericht von Martina Twelker Der Tag begann sehr früh. Noch schnell das Massekabel an der Batterie neu befestigen, den NSU aufladen und los gings in den Sonnenaufgang in Richtung Hessen. Der Wehrmutstropfen: es war neblig und nieselte still vor sich hin! Und wir hatten nur die Slicks im Gepäck, da für den Nachmittag eigentlich Sonne und trockenes Wetter gemeldet war. Dem war aber nicht so. Aber da es die allererste Veranstaltung war, nahmen Martin und Kalla das in Kauf. Es ging erstmal darum den NSU "kennenzulernen". Und das geht auch im Regen. Durch das Wetter verzögerte sich der Start um satte anderthalb Stunden. Derweil kam der Wagen ohne Beanstandungen durch die technische Abnahme. Aber dann war es soweit. Die Heckmo-Klasse rollte zum Start. Kalla machte den Anfang und ging auf seine Trainingsrunde. Der Kurs war etwas verwirrend aufgebaut aber recht flüssig und es war ein schneller Parcours. Kalla verfuhr sich trotzdem einmal und drehte sich anschließend leider. Aber es war ja nur die Trainingsrunde. Martin drehte sich ebenfalls aber an anderer Stelle. War halt im Nassen recht schlüpfrig mit Slicks. Im ersten Wertungslauf ging es für Kalla fehlerfrei durch den Parcours, Martin drehte sich nochmal und brach ab. Auch um den Motor zu schonen, der doch bedenklich heiß wurde. Im zweiten Wertungslauf ging es für beide glatt ab, und Martin und Kalla beendeten den Renntag mit dem 2. und 3. Platz in der Heckmo-Klasse! Also trotz der schlechten Bedingungen und einem an sich "fremden" Auto eine wirklich ansehbare Leistung!!!
Rennen am 28. Oktober 2007 in Venray Bericht von Martina Twelker Da war er also, der letzte Renntag der Saison 2007! Nicht wirklich mein Tag, aber der Reihe nach. Zum Training kam ich leider zu spät, konnte also nicht teilnehmen, da wir vorher noch was an meinem Renner geschraubt hatten. War aber nicht schlimm! Der erste Lauf ging im Großen und Ganzen reibungslos für mich von statten. Vom Start weg konnte ich allerdings sehen, daß Uwe Bachor No. 21 mit einem ziemlichen losen Hinterrad vor mir herfuhr. Nicht die angenehmste Situation, aber Uwe fuhr dann auch raus. Im zweiten Lauf touchierte Franz Hoeboer No. 58 leider mein Hinterrad, was mich persönlich am allerwenigsten störte, aber Franz zum leichten Abheben brachte. Da im letzten Renndrittel mein Motor seltsame Geräusche fabrizierte, zog ich es vor, rauszufahren. In der Box gab es dann leider einige Diskussionen mit Franz, der meinte, ich sei einfach zu langsam. Aber genauso wie es sein sollte, wurde die Angelegenheit ruhig vom Tisch geschafft! An meinem Auto gab es leider ein Problem mit dem Vergaser, der ab einer bestimmten Drehzahl einfach überlief. Eugen "Fuzzy" Scharwat No. 7 und Derk Siebers No. 77 nahmen sich dem Problem an und taten ihr bestes. Was leider einfach nicht reichte, denn den dritten Lauf beendete ich gar nicht, sondern brach nach 2 Runden ab, weil der Motor einfach nur noch blubberte. Aber trotzdem vielen Dank für die Unterstützung!!! Nach dem dritten Lauf "parkte" Michael Kewitsch No. 3 in der Kurve und stieg kurz aus, um seinen Overall zu öffenen. Auf dem T-Shirt, das er trug stand ein Heiratsantrag an seine Anja! Wirklich eine sehr schöne Idee! Den Siegern der Saison nochmals Herzlichen Glückwunsch!!!
Slalom am 11./12.05.08 in Bitburg Bericht von Martina Twelker Der erste Slalom der Saison stand für Martin und Kalla an. Und das in Bitburg. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte der Wettergott richtig gute Laune und ließ die Sonne vom wolkenlosen blauen Himmel flammen! Gegen halb 7 brachen Kalla und ich gutgelaunt mit dem NSU im Gepäck Richtung Rheinland-Pfalz auf. Relativ zeitgleich trafen wir in Bitburg auf dem Flugplatzgelände mit Martin und seiner Lebengefährtin Heidi ein. Erstmal ganz in Ruhe abladen und dann zur Papierabnahme. Und dann kommt das was bei jedem Slalom kommt: warten dass man endlich die Strecke entern darf. Es gab leider eine zeitliche Verzögerung, aber letztendlich kam der NSU ohne Beanstandungen durch die technische Abnahme und rollte zum Vorstart. Kalla war der erste der den Motor brüllen ließ und den Pillonen das fürchten beibrachte. Martin stand ihm da in nichts nach. Die Trainingsläufe liefen ruhiger ab, aber in den beiden Wertungsläufen zeigten Mensch und Maschine dass sie was drauf haben. Heute konnten Kalla und Martin den Wagen zum ersten Mal "richtig" einsetzen und das hat auch wirklich super geklappt. Kalla schmiß leider im zweiten Wertungslauf eine Pillone aber schlußendlich belegte er vor Martin den 2. Platz. Am zweiten Tag war der Parcours schon etwas hackeliger gestaltet, ließ sich aber flüssiger fahren als am Vortag. In den Trainingläufen tastenten sich alle erstmal an den Parcours und im ersten Wertungslauf reizte Martin die Grenzen der Fliehkraft so sehr, dass sie ihn zu einer laut quietschenden Drehung bei Tempo 120 verdonnerten. Was aber nicht schlimm war, denn im zweiten Wertungslauf fuhr Martin die schnellste Zeit der gesamten HeckMo-Klasse. Was eigentlich Platz 1 hätte sein können, wäre da nicht eine Pillone aus dem Gleichgewicht geraten. Natürlich durch den Fahrtwind, wie auch sonst ;o) . Kalla hatte zwar eine etwas langsamere Zeit aber dafür keine Fehler, und somit war die Platzierung der beiden wie am Vortag. Alles in allem war die zweitägige Veranstaltung echt gelungen. Die anderen Fahrer waren wie immer sehr hilfsbereit, das Wetter war gigantisch schön und der NSU hat gezeigt was er ist: klein, zum liebhaben knuffig und brachial schnell!!! Eine Freude ihn zu fahren und genauso ihm zuzuschauen! Gerne wieder!
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